Über mich

Politik muss grundlegend anders aussehen – davon bin ich überzeugt. 

Aus Angst vor der Klimakrise und aus Entschlossenheit, dass sich die Klimapolitik in Deutschland dringend verändern muss, habe ich 2018 mit ein paar Freund*innen zusammen die ersten Fridays for Future-Streiks in Deutschland gestartet.

An einem Freitag Mitte Dezember 2018, an dem es 100 leichtere, angenehmere und gemütlichere Dinge gab, die man hätte tun können, stand ich mit 500 jungen Menschen in der Kieler Innenstadt auf einem der ersten Klimastreiks in Deutschland. Wir standen da, weil diese globale Krise für uns schon längst ganz konkret und eine ganz persönliche Bedrohung für unsere Zukunft ist. Wir standen da für eine Zukunft, in der man sich nicht an Bilder von verbrannten Landschaften, Verwüstungen nach einem weiteren Hurrikane oder weggespülten Häusern nach einer Überschwemmung gewöhnen muss. An diesem Tag im Dezember 2018 wurde mir etwas klar: Diese Menschen wollen nicht die 100 leichteren, angenehmeren, gemütlichen Dinge. Sie wollen eine lebenswerte Zukunft. In diesem Antrieb liegt das Potenzial unserer Generation.

Damals hat sich die Kohle-Kommission getroffen, um einen viel zu späten Kohleausstieg zu beschließen. Die Meisten dort am Verhandlungstisch gingen auf Frührentenalter zu und wie gewohnt wurden die Stimmen Betroffener geflissentlich überhört.

Seit unseren ersten Streiks ist eine Menge passiert. Es waren über 1,4 Millionen Menschen an einem Tag auf Fridays for Future Demos und die Klimakrise ist ganz nach oben auf der gesellschaftlichen Agenda gerutscht. Ich war auf internationalen Klimakonferenzen, verschiedensten Preisverleihungen und wir haben einen Kongress für über 2.000 junge Klima-Aktivist*innen organisiert. Vor allem aber stand ich an vielen, vielen Freitagen auf der Straße. Und das Beeindruckende dabei: Die Entschlossenheit, die Angst und die Kraft dieser jungen Menschen ist auch nach mehr als zweieinhalb Jahren immer noch die Gleiche. Und immer noch bekommen wir jungen Menschen mit unseren Interessen keinen Platz am Verhandlungstisch.

In meiner Zeit als Klimaaktivist habe ich zwei wichtige Dinge gelernt: Wir werden die Klimakrise niemals ohne den Druck von der Straße lösen können. Genauso wenig werden wir die nötigen Veränderungen aber erreichen, wenn nicht auch in den Parlamenten radikale Klimaschützer*innen für soziale, für intergenerationale und für globale Gerechtigkeit kämpfen.

Wir können die Klimakrise und soziale Krisen nur lösen, wenn wir sie auch lokal angehen. Ich war die letzten 2 Jahre durch meinen Aktivismus viel unterwegs und freue mich nun in Schleswig-Holstein für den Bundestag zu kandidieren. 

Wir stehen vor riesigen Veränderungen. Wenn du dabei sein willst, mitmischen, und einen Platz am Verhandlungstisch verlangen willst, dann komm dazu!